Herrliche gravierte Perlmutt-Parketterie – erwerben sie englisches Kunsthandwerk.
Visitenkarten sind heute Bestandteil gesellschaftlichen Umgangs und bedeuten ein Angebot zur Kommunikation. Ihr ursprünglicher Sinn war jedoch, einen Besuch (lat. visitare = besuchen) anzukündigen. Man übergab seine Visitenkarte dem Dienstboten an der Haustür und wartete, bis man hereingebeten wurde, oder aber gebeten wurde, zu einem anderen Zeitpunkt vorzusprechen. Besonders vornehme Besucher ließen ihre Visitenkarte durch Diener überbringen und erwarteten als Antwort ebenfalls eine Visitenkarte. Daraus entwickelte sich eine Kommunikationsform, die aus kleinen Botschaften in der Art von Knicken an bestimmten Stellen der Karte oder kleinen Vermerken in Form von Abkürzungen französischer Kurzmitteilungen bestand. So bedeutete beispielsweise p.f.v. (pour faire visite) = einen Besuch ankündigen. Französisch war die Sprache der vornehmen Gesellschaft und verweist auf die Ursprünge der Visitenkarte, nämlich auf den Hof von Ludwig XIII. Nicht weniger elegant und repräsentativ als die Visitenkarten waren die Visitenkartenetuis, die aus den kostbarsten Materialien gefertigt wurden. Sie gehörten zu den persönlichsten Besitztümern jener Zeit und spiegeln wie kaum ein anderes Objekt den sozialen Status des Eigentümers. Das hier zum Verkauf stehende Visitenkartenetui ist ein hübscher Vertreter früherer Handwerkskunst. Die Basis der Furnierung dürfte aus Sandelholz sein. Diese wurde mit extrem delikat zu verarbeitenden Perlmutt-Rauten als Parketterie und mit rechteckigen Feldbegrenzungen furniert. Zusätzlich sind die Rauten noch allerfeinst mit floralen Elementen graviert. Der Schimmern des Muschelmaterials in allen Spektralfarben ist toll. Über die Silberschliesse kann der Deckel mit seinem Silberscharnier geöffnet werden. Die Mündung von Korpus und Deckel ist mit echtem Bein gefasst, innen ist die Visitenkartenschatulle mit Samt ausgeschlagen. Selbstverständlich weist das antike Gebrauchsobjekt auch Alters-, Gebrauchs-und Reparaturspuren auf, die ihm seinen Reiz verleihen: Bestossungen, diverse Abplatzer/Fehlstellen (sehen sie die Bilder gut an), Risschen, Abrieb, Kratzer, Fleckchen, minimal aufstehendes Furnier, Restaurationsspuren etc. Ein hübsches Sammelobjekt für sie oder ein wertiges Geschenk für einen geliebten Menschen. Die Masse: Breite ca. 7.9 cm, Höhe ca. 10.6 cm und Tiefe ca. 1 cm, Gewicht 52 Gramm. Der Holztellerständer ist nicht Teil dieser Auktion, sie finden solche Ständer zahlreich im Internet zu kaufen. Viel Spass an meinem Angebot!
Hinweise
Der Artikel stammt aus meinem Privathaushalt. Die Beschreibung ist nicht abschliessend (Antiquitäten weisen immer Alters-, Gebrauchs- und Restaurationsspuren auf) und ohne Gewähr. Schauen sie sich die Fotos gut an, farbliche Abweichungen sind jedoch möglich. Fragen sind vor dem Kauf zu stellen. Oder bitten sie unter Angabe ihrer Personalien um einen Besichtigungstermin. Durch die Abgabe eines Gebots gehen sie eine Kaufverpflichtung ein. Die Kaufabwicklung hat innerhalb von 7 Tagen nach Kauf zu erfolgen. Nur auf Anfrage vor Kauf hin, gewähre ich bei Vorauszahlung innert 7 Tagen nach Kauf eine spätere Abholung. Die Herausgabe erfolgt immer erst nach Zahlungseingang. Dies ist ein Privatverkauf ohne Garantie, Gewährleistung, Rücknahme oder Umtausch. Ich bewerte umgehend nach ihrer Bewertung.
Über mich
Eine Abkürzung über einen Flohmarkt begründete meine Antiquitäten-Leidenschaft. Diese bereichert mich mehrfach: Ich erlebe Geschichte real an Objekten, entdecke auch heute noch neue faszinierende Fachgebiete, besuche schöne Orte und begegne tollen Menschen und ihren Geschichten. Ich sammle Antiquitäten diverser Epochen und Fachabteilungen, klassizistische Stücke (Louis XVI, Diréctoire, Empire, Napoléon III) begeistern mich im Besonderen. Wer leidenschaftlich sammelt, muss sich auch von "Sammlungsstücken" trennen. Klicken sie auf "Verkäufer merken" und verpassen sie kein Angebot von mir!