Horst Büttner, Günter Meissner: Bürgerbücher in Europa, 1983.
(Zitat aus dem Vorwort) "Oft im Schatten von Burgen, gedemütigt von prachtvollen Schlössern und Palästen, als Masse hingeduckt vor mächtigen Kathedralen, dazu überragt von den Zeugen bürgerlichen Selbstbewusstseins, wie Rathäusern, Stadtkirchen oder Zunftgebäuden, und lang bis auf die Giebelspitzen verborgen hinter den schützenden, turmbewehrten Mauerringen - so scheint das Bürgerhaus im Kreis der anderen Bauaufgaben die am wenigsten erhebliche zu sein. Kaum wird es in grossen Kunstgeschichten erwähnt, und in den Reiseführern der Städte erweist man ihm häufig nur die Ehre einer Kurzinformation. Und dennoch, hinter diesem unscharfen Bild der Bescheidenheit vermag schon das flüchtige Augenerlebnis einer alten Stadt die Konturen einer eigenen Welt des Stolzes und der Grösse zu entdecken, die durchaus mit der Architektur geistlicher und weltlicher Potentaten wetteifern konnte."
Dem Vorwort folgen die Kapitel:
- Grundlagen der Entstehung des Bürgerhauses
- Erste Konturen in der Romantik
- Profilierung der Typen in der Gotik
- Die Stilreformen der Renaissance
- Im Gefolge des höfischen Barock
- Auflösung einer Bauaufgabe im 19. Jahrhundert.
Unterkapitel siehe Foto 2.
Die Themen werden ausführlich behandelt und Architektur, Baustile, Malereien, etc. im geschichtlichen Kontext kompetent und leicht verständlich dargelegt. Es eignet sich sowohl für Fachleute als auch für interessierte Laien.
Zwischen längeren Textblöcken mit zahlreichen Bauplänen und Perspektivzeichnungen sind Blöcke mit Tafeln - grossformatige, gute S/W- und Farbfotos - eingebunden.
Literaturverzeichnis, Namenregister, Ortsregister sowie Bildernachweis sind auch vorhanden.
Buch in sehr gutem Zustand, gebunden, fester Einband mit schwarzem Leinen bezogen, in Buchhülle aus Karton, 24 x 27,5 cm.
Lizenzausgabe für den Buchclub Ex Libris Zürich, 1983.
Gesamtherstellung: Druckerei Fortschritt Erfurt.
Copyright 1980 by Edition Leipzig
Printed in de German Democratic Republic.
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