Atlas von Graubünden.
Handkolorierter Kartenatlas mit 5 gefalteten Karten.
5 Kupferstichkarten, jeweils altkoloriert, gefaltet, auf feinem Leinen montiert, in zeitgenössischer blauem Pappumschlag mit handschriftlichem Titel „Atlas von Graubünden“. Format der Karten ca. 27 × 21 cm.
Seltene, vollständig erhaltene Sammlung separat gestochenen und altkolorierten Karten der Graubündner Bünde aus dem Wiener Atlaswerk von
Franz Johann Joseph von Reilly
aus der Reihe
Deutschland und die Schweiz
Schweiz-Serie Nr. 411–415
Datierung: ca. 1791–1796
Enthalten
- Graubünden – Nro. I
- Der obere oder graue Bund mit Haldenstein – Nro. II
- Der Bund des Hauses Gottes – Nro. III
- Der Bund der Zehen Gerichte – Nro. IV
- Die Unterthanen der Graubündner oder das Thal Veltlin mit Worms und Cleven – Nro. V
Historisch besonders interessant wegen der Darstellung der Untertanengebiete vor 1797.
Ausführung
- Original Kupferstich
- Zeitgenössisches Handkolorit
- Maßstab „Deutsche Meilen 15 auf einen Grad“
- Geripptes Büttenpapier
- Mittelfalz wie atlasüblich
- Plattenrand sichtbar
Zustand
- Insgesamt guter altersgemäßer Zustand
- Papier fest und sauber
- Leichte Falzspuren
- Teilweise minimale Randbräunung
- Keine Risse oder restaurierte Stellen erkennbar
- Originale alten Leinen
- Ein Leinenbezug mit deutlicher Wasserfleckspur (siehe Foto), was aber keinen Einfluss auf den Kupferstich hat.
Fotos sind Bestandteil der Beschreibung.
Im 18. Jahrhundert wurden Karten häufig:
in Lieferungen verkauft, gefaltet aufbewahrt und intensiv benutzt (Reise, Militär, Verwaltung).
Damit sie nicht an der Falz reißen, wurden sie auf dünnes Leinen kaschiert, in Segmenten gefaltet und oft in separate Hüllen gesteckt
Gerade bei Atlanten von Franz Johann Joseph von Reilly ist diese Praxis sehr häufig belegt.