Massiver Fingerring aus Bronze mit breiter Ringschiene und flacher, rundlicher Ringplatte. Die kräftige Ringschiene verbreitert sich zum Kopfbereich hin und geht fliessend in die Ringplatte über. Beidseits des Ringkopfes befinden sich mehrere eingravierte Kerblinien, welche die Schultern geometrisch verzieren. Weitere einzelne Ritz- bzw. Kerblinien sind auf der gegenüberliegenden Seite der Ringschiene erkennbar.
Die Ringplatte selbst ist heute weitgehend glatt und weist auf den vorliegenden Bildern keine sicher lesbare Gravur mehr auf. Eine ursprünglich vorhandene, inzwischen stark abgeriebene Verzierung kann aufgrund des Erhaltungszustandes jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Oberfläche zeigt eine dunkle grünlich-braune Alterspatina mit Fundbelag, kleineren Korrosionsspuren und partiell freiliegenden bronzefarbenen Bereichen. Die Ringschiene weist zudem Deformation auf.
Material: Bronze
Gesamtdurchmesser: ca. 25 mm
Innendurchmesser: ca. 20 mm
Gewicht: 6.33 g.
Die Bestimmung antiker und mittelalterlicher Ringe ist mit besonderen Herausforderungen verbunden, da viele Merkmale oft nur schwer eindeutig zuzuordnen sind. Für die Klassifizierung wurden Form, Material, Verzierung und typologische Vergleichsstücke berücksichtigt. Dennoch kann jede Bestimmung abweichend interpretiert werden, da Ringformen über längere Zeiträume verwendet wurden und regional stark variieren können. Bitte beachten Sie, dass die hier getroffene Einordnung daher eine fundierte, aber nicht unveränderliche Einschätzung darstellt.
Herkunft und Legalitätsnachweis siehe Bilder.