Trachten-Accessoire
- Antike Datierung: Das Stück entstand in der Epoche des Späthistorismus bis frühen Jugendstils (ca. 1890 – 1905).
- Stilistische Merkmale: Die Vorderseite (Bild 3) zeigt eine wunderschöne Mischung aus historisierenden Elementen (die Fächerstruktur, die Symmetrie und die barock anmutenden Volutenschnörkel am unteren Ende) gepaart mit dem aufkommenden Jugendstil (die geschwungene Peitschenhieblinie an der oberen Kante).
- Hintergrund: In der späten viktorianischen Ära und zur Jahrhundertwende trugen Damen im Alltag oft bodenlange Röcke oder Kleider mit kleinen Schleppen. Um diese beim Gehen auf schmutzigen Straßen oder beim Tanzen auf Festen vor Schmutz zu schützen, klemmte man die Stoffbahn in diesen gefederten Halter. Das untere Auge diente dazu, das Accessoire mit einer Kette am Gürtel oder am Mieder zu befestigen.
Diese Accessoires wurden damals sehr häufig in industriellen Manufakturen (wie WMF oder Erhard & Söhne) für den breiten Markt aus plattiertem Metall hergestellt.
Auf den Bildern sieht das Stück hervorragend erhalten aus. Die Patina in den Vertiefungen verleiht dem Relief eine wunderbare Tiefe. Der Federmechanismus auf der Rückseite (Bild 1 und 2) ist noch kräftig federt und die Klemme fest schließt, das Objekt kann nicht nur ein Sammlerstück, sondern könnte auch heute noch als dekoratives Element (z. B. als Tuch-Clip oder Schürzenhalter am Dirndl) getragen werden.
Handgefertigt
92×35 mm
Gewicht 33g
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