Dieses Zeremonienarmband, von anfangs 1900, mit dem Namen „Tankil“ oder „Baningal“ der Bontoc- oder Ifugoa-Kultur, nördliche Insel Luzon, Philippinen kommt aus einer alten Sammlung von Herr Paul Hunger. Der Armschmuck besteht aus Holz, Pflanzenfasern und Wildschweinhauer. Zwei Zähne sind mit fein geflochtenen Pflanzenfasern verbunden. Eine geschnitzte Holzfigur sitzt, die Arme auf den angewinkelten Knien verschränkt. Diese ausschliesslich männlichen Armbänder wurden bei zeremoniellen Ritualen getragen.
PS: Aus einer anderen Quelle (Museum) ist folgendes beschrieben: Solcher Schmuck wurde von Kopfjägern getragen. Bevor jedoch ein Jäger diesen Schmuck tragen durfte, musste er eine ganze Reihe von Prüfungen bestehen. Er musste eigenhändig ein Wildschwein erlegen, damit er die nötigen Hauer hatte. Nach weiteren Vorbereitungen ging er auf die „Jagd“. Je nach Opfer wurde die Holzfigur geschnitzt. Hier handelt es sich um eine männliche Figur. Hatte der Jäger alle Ornamente zusammen, konnte er seinen Oberarmschmuck fertigen.
Durchmesser 12cm, Höhe Figur 8cm.