Albert Siegenthaler
Grösse: 41 x 57cm
Zustand: sehr gut
Rahmen: Metallrahmen, professionell gerahmt
Auflage: 3/15
signiert und datiert 1977
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* 5.10.1938 Endingen, † 25.5.1984 Leibstadt; Heimatort Trub.
Plastiker und Bildhauer. Plastik, Skulptur, Kunst am Bau, Kunst im öffentlichen Raum.
Albert Siegenthaler wuchs in Endingen und Stilli auf, wo er die Primarschule besuchte, hernach die Sekundarschule in Rüfenach. In Olten machte er zwischen 1953 und 58 eine Steinhauerlehre und besuchte da die Gewerbeschule; in St. Gallen besuchte er einige Steinfachkurse. Dann wurde er ein Jahr Tages- und zwei Jahre Abendschüler an der Kunstgewerbeschule Zürich; Lehrer waren Ernst Gubler, Walter Roshardt und Franz Fischer. Seine ersten Arbeiten waren geprägt von der figurativen bildhauerischen Tradition in der Schweiz.
Wegweisend wurde dann die spätere Ausbildung in Paris und London: 1960–63 weilte er an der École supérieure nationale des Beaux-Arts in Paris, wo er Schüler von René Collomarini und Ossip Zadkine war. Hier entwickelte er seine eigene Bildsprache, weg vom Figürlichen hin zu abstrakten, organischen Formen, vorerst in Stein und Holz. Gelegentlich arbeitete er im Atelier von François Stahly mit. In Paris lernte er die englische Bildhauerin Gillian Louise White kennen, die er 1962 heiratete. 1963 siedelte das Paar nach London um. Siegenthaler arbeitete unter anderem in der Bauhütte der Westminster Abbey und erhielt 1965–66 ein Gaststipendium am Royal College of Art des British Council. Ab 1965 experimentierte er mit Metall, das in der zeitgenössischen englischen Skulptur jener Zeit dominierte.
1965 erhielt er den Kunstpreis des Aargauischen Kunstvereins, 1964, 1965 und 1967 ein Eidgenössisches Kunststipendium. 1967 kehrte er in die Schweiz zurück; ab 1972 lebten Siegenthaler und White in Leibstadt. Nach dem Gewinn der ersten Wettbewerbe wurde Kunst am Bau für ihn der wichtigste Arbeitsbereich. Neben Einzelplastiken entstanden Großarbeiten und Gesamtkonzeptionen; bspw. Verwirklichte er zwischen 1975-78 die Gestaltung des Südgartens beim Kantonsspital Baden mit dem Titel Totentanz. Die Ausführung der Gemeinschaftsarbeit Echodrom von Siegenthaler und White für die EPF Lausanne konnte er 1983 nur noch beginnen; am 25. Mai 1984 verstarb er an einem Hirntumor.
Quelle: kunstbreite.ch