Marc Chagall "Traumpaar" Zinkätzung


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Marc Chagall


 

"Traumpaar"


 

 

Limitierte S.P.A.D.E.M. Ehrenedition


 

Zinkätzung auf handgeschöpftem Büttenpapier mit Büttenrand!

 

Blatt 123/333 (abweichend von den Fotos!)


 

Ausgabejahr: 1985 (Ehrenedition; Chagall 's Todesjahr)  


Auflage: S.P.A.D.E.M., Paris. 333 Exemplare, num.1 bis 333/333 durch Editeur.


Format/Blatt: 38.5 cm x 32 cm.


Format/Platte: 23.5 cm x 18.0 cm.

 

Format/Jahr der orig. Gouache: 70 cm x 56 cm; 1966

 

Passepartout: 50 cm x 40 cm, Museumskarton, creme, Schrägschnitt.


 

Zustand: Perfekt, Lieferung in Schutzhülle mit Rückwand!


 

 

Marc Chagall (1887-1985) wurde als eines von 8 Kindern einer russisch-jüdischen Familie in Vitebsk/Russland geboren. Sein Geburtsname war nicht Marc, sondern Moses. In Paris -zu jener Zeit das Mekka der Kunst -experimentierte Chagall mit Fauvismus und Kubismus. Bald entwickelte er seinen ganz eigenen poetischen und emotionalen Stil. Neben seinen Gemälden und Glasfenstern -für römisch-katholische Kirchen und jüdische Synagogen gleichermaßen -schuf Marc Chagall auch eine reiche Fülle an Grafiken. Da die Farbe für seine Werke so wichtig war, bevorzugte er die Lithographie als Drucktechnik. Marc Chagall war schon 35 Jahre alt als er mit Grafiken seine ersten Schritte machte. Zu dieser Zeit lebte er in Berlin mit seiner Frau Bella und der Tochter Ida. Er schuf Holzschnitte, Radierungen und insgesamt 24 Lithographien. Diese frühen Werke wurden von Chagall auf transparentes Papier aufgetragen und von einem professionellen Grafiker bis zum fertigen Lithograph weiterbearbeitet. Zu jener Zeit hatte Chagall -wie so viele berühmte Künstler -weder das notwendige Wissen noch Geschick um den technischen Druckprozess selbst ausführen zu können. Im Jahr 1923 kehrte Chagall nach Paris zurück. Er erhielt Aufträge von dem Kunsthändler Vollard Gogols Buch Die Toten Seelen, La Fontalnes Fabeln und die Bibel zu illustrieren. Für alle 3 Serien wurde die Technik der Radierung gewählt. Vollard starb bevor diese Illustrationen beendet werden konnten. Sie wurden später mit riesiger Verzögerung von E.Teriade in den Jahren 1948, 1952 und 1956 herausgegeben. Im Jahr 1941 ging Chagall ins amerikanische Exil um den Nazis im besetzten Frankreich zu entkommen. Er hatte eine Einladung des Museum of Modern Art in New York erhalten. Im Jahr 1944 starb Chagalls Frau Bella. In seinem Haus in High Falls, schuf Chagall die Serie Vier Erzählungen aus den Arabischen Nächten. Die Serie besteht aus 12 Farblithographien. Im Jahr 1946 veranstaltete das New York Museum of Modem Art eine große Retrospektive von Marc Chagalls Arbeiten. Die Ausstellung war ein großer Erfolg und wurde später in Chicago gezeigt. 1950 wurde der Beginn einer völlig neuen Ära für seine grafischen Aktivitäten. Er begann mit dem berühmten Verleger Mourlot in Paris zusammen zu arbeiten. Im Alter von 63 Jahren lernte der Künstler fast wie ein Lehrling die Kunst der Lithographie quasi vom Nullpunkt. Der Lehrer dieses begabten "Lehrlings" wurde Charles Sorlier, ein gelernter und talentierter Drucker. Unter der Anleitung von Sorlier arbeitete Chagall regelmäßig in der grafischen Werkstatt von Mourlot. Während dieser Periode schuf er seine Meisterwerke wie "Daphnis und Chloe". Gegen Ende seines Lebens hatte Chagall mehr als 1000 Grafiken geschaffen -vor allem Lithographien und Radierungen. Er starb am 28. März im Alter von 98 Jahren im Jahr 1985 in Saint-Paul in France. Seine Werke sind unter Kunstliebhabern und Museen in der ganzen Welt begehrt. Marc Chagall ist zweifellos einer der größten Künstler des 20. Jahrhunderts.

 


Technik: Zinkätzung; bei der Zinkätzung (Autotypie) handelt es sich um ein Ätzverfahren, das von seiner Technik her jedoch zu den Hochdruckverfahren zählen muss. Das zu Druckende wird zuerst fotografisch auf Zinkplatten übertragen und danach die nichtdruckenden Stellen mit Salpetersäure weggeätzt. Dabei wird die Platte in ein Bad aus verdünnter Salpetersäure getaucht und so die nicht bedeckten Stellen der Platte angeätzt. Nach diesem Prozess wird die Platte vom Asphaltlack gereinigt, wobei die vom Lack geschützten Partien leicht erhaben gegenüber dem Rest der Platte erscheinen. Wir haben also die Zeichnung als leichtes Relief vorliegen. Eine so mit Druckfarbe eingewalzte Platte überträgt dann auch nur wieder die Zeichnung auf das Papier. Bel höheren Auflagen arbeitet man aus Gründen der Maßhaltigkeit mit Kupfer. Der französische Künstler Emile Bonnard prägte Ende des 19. Jahrhunderts dafür den Begriff Zinkographie. Er verstand darunter jedoch ein Tiefdruckverfahren (Radierung) auf Zink. Leider werden die Begriffe Zinkätzung und Zinkographie oft miteinander verwechselt.

 

 

 

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