Lovis Corinth
"Der Bauer und sein Freund betrachten Gulliver"
Blatt zu "Gullivers Reise ins Land der Riesen"
Siehe Werkverzeichnis Müller 646
Das Gesamtwerk erschien erstmals bei Propyläen in Berlin im Jahre 1922
Abbildung/Format: ca. 23 cm x 17 cm
Passepartout/Format: 30 cm x 40 cm
Sehr schöner kräftiger Druck, in gutem Zustand!
Hier die fotomechanische Wiedergabe des Erstdrucks erschienen zum Gedenken an Lovis Corinth zu seinem 50 Todesjahr. Der Nachdruck erschien in einer Auflage von nur 400 Exemplaren bei Ullstein im Jahr 1975.
Lieferung mit graphikschützender Rückwand und in Schutzhülle!
Lovis Corinth (21.07.1858 - 17.07.1925) wird als Sohn des Gerbers Heinrich Corinth und dessen Frau Wilhelmine in Tapiau (Ostpreußen) geboren. Corinth beginnt das Akademiestudium als Schüler des Genremalers Otto Günther (1838-1884). Auf Empfehlung Günthers beginnt Corinth 1880 ein Studium an der Münchner Akademie, wo der Technik der Aktstudie große Bedeutung beigemessen wird. Er nimmt 1883 das Studium an der Akademie wieder auf. Im Oktober 1884 tritt er in die Académie Julian in Paris ein und 1888 zieht er nach Berlin. Er nimmt den Künstlernamen Lovis Corinth an. Mit dem ersten Selbstporträt beginnt er seine lebenslange Selbstanalyse mit Hilfe der Malerei. 1891 zieht er nach München. Ausstellung des literarischen Figurenbildes "Diogenes" im Münchner Glaspalast. Das Werk wird von der Kritik scharf angegriffen. Corinth schließt sich ohne Überzeugung der "Münchener Secession" an und gründet mit anderen unzufriedenen Mitgliedern der Secession die "Freie Vereinigung" mit dem Ziel, ihre Ausstellungsmöglichkeiten zu verbessern. Corinth pendelt zwischen München und Berlin. Freundschaft mit Max Liebermann und Gerhart Hauptmann. Teilnahme an der 2. Ausstellung der "Berliner Secession" und Ausstellung bei dem Kunsthändler Paul Cassirer. Corinth siedelt 1901 nach Berlin über und eröffnet eine Malschule. Er wird Mitglied der "Berliner Secession", in deren Vorstand er im kommenden Jahr gewählt wird. Nach Liebermanns Rücktritt als Präsident der "Berliner Secession" wird Corinth zum Vorsitzenden gewählt. Als 42 Mitglieder unter Führung Liebermanns die Secession verlassen und die "Freie Secession" gründen, bleibt Corinth als einziger namhafter Künstler der alten Secession verbunden. Die Akademie der Künste in Berlin verleiht ihm 918 den Professorentitel.
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