LEONOR FINI
Anno 1965 illustrierte die Argentinische Malerin Leonor Fini mit einem 12-Blatt umfassenden lithographierten Zyklus die bekannte Novelle des französischen Schriftstellers Honoré de Balzac, ADIEU.
Hier vorliegend das Graphikblatt:
"Adieu I"
Lithographie auf Arches Bütten
Zyklus: Adieu (Honoré de Balzac, Novelle Anno 1830)
Auflage: 210 Exemplare auf Arches-Bütten (weitere 10 Ex. auf Japan-bütten)
Editeur: Les Bibliophiles du Palais, 20. Februar 1965.
Offizin: Guillard, Paris.
Passepartout: 40cm x 50cm Schrägschnitt, Museumskarton, weiss.
Leonor Fini: (* 3. August 1908 in Buenos Aires, t 18. Januar 1996 in Paris)
Leonor Fini war eine argentinische Malerin. Sie war die Tochter einer aus Triest italienischen Mutter und eines argentinischen Vaters italienischer und spanischer Herkunft. 1909 verließ ihre Mutter heimlich Argentinien und ihren Mann und kehrte in ihre Heimatstadt Triest zuruck, wo Leonor Fini aufwuchs. 1923 erhielt sie einen Schulverweis wegen Aufsassigkeit und bildete sich fortan autodidaktisch in der Familienbibliothek weiter. 1925 zieht sie nach Mailand, wo sie bis 1937 lebt und bereits erste Portraits als Auftragsarbeiten anfertigt. Hier findet auch 1929 die erste Ausstellung ihrer Bilder - zusammen mit Werken von Arthuro Nathan und Carlo Sbisa statt. Dort macht sich auch die Bekanntschaft von Giorgio de Chirico. 1937 halt sich Leonor Fini zum ersten mal in Paris auf, wo sie mit den surrealistischen Malern in Kontakt kommt. Allerdings wird sie den Manifesten und von ihr als dogmatisch empfundenen Vorstellungen ablehnend gegenuber stehen. In Paris schließt sie Bekanntschaft und Freundschaft mit zeitgenossischen Kunstlern wie Salvador Dalf, Max Ernst, Man Ray, Andre Pieyre de Mandiargues oder Georges Bataille. In den 40er Jahren lebt sie vorwiegend in Monte Carlo, wo eine Reihe von Portraits bekannter Personlichkeiten, zum Beispiel von Jean Genet, Anna Magnani, Jacques Audiberti, Alida Valli und Suzanne Flon entsteht. 1942 lernt sie dort den Stanislao Lepri, den italienischen Konsul kennen, der zur Malerei wechselt und bis zu seinem Tode 1980 ihr Lebensgefahrte wird. Ab 1943 setzt mit der Arbeit zu Mandiargues Buch „Dans les Annee sordides" ihr Werk als lllustratorin ein, in dem sie eine Vielzahl von Illustrationen beispielsweise zu Werken von Oskar Panizza, de Sade, Baudelaire oder William Shakespeare schafft. Mit der Arbeit von Buhnenbildern und Kostumen fur das Ballet „Le Palais de Cristal" von George Balanchine fur die Pariser Oper beginnt die Arbeit von Leonor Fini fur Theater, Ballet und Oper, die sie fur den Rest ihres Lebens begleitet. Unter den Stucken, die sie kunstlerisch umsetzt sind unter anderem Wagners „Tannhauser" (1963), ,,Lucrecia Borgia" von Victor Hugo (1964) oder „Le balcon" von Jean Genet (1969). Viele ihrer Gemalde handeln von erotischen Phantasien und dem Tod. In den Siebzigern schrieb sie drei Romane und machte die Bekanntschaft von Jean Cocteau, Giorgio de Chirico und Alberte Moravia.Nach ihrem Tod wurden ihre Bilder in der "La galerie de Minsky" in Paris ausgestellt.
Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen gemacht worden.
Irrtümer und Änderungen sind vorbehalten.
Privatverkauf, keine Garantie, keine Rücknahme!