Von 1705 bis 1706 liess Samuel Frisching dieses gotische Haus nach Plänen von Joseph Abeille um einen südlich vorgelagerten barocken Trakt mit Gartenterrasse erweitern und die Obergeschosse umbauen. Das Frisching-Haus sowie Schloss Rümligen gehörten später seinem Enkel Rudolf Emanuel Frisching (1698–1780), der sich 1727 mit Anna Margaretha von Wattenwyl verheiratete. Mit ihm erlosch der Zweig der Frisching von Rümligen; seine einzige Tochter Margarethe Frisching (1773–1813) heiratete 1746 einen Cousin aus dem Familienzweig von Schloss Wil, Johann Rudolf von Frisching (1761–1838). Nach deren Tod fielen das Stadthaus sowie das Schlossgut Rümligen 1838 an ihre Tochter Alette Sophie Rosine von Frisching und deren Ehegatten Friedrich Ludwig von Wattenwyl. In der nächsten Generation folgte ihr Sohn Ferdinand Karl Friedrich von Wattenwyl (1820–1877). Von seinen vier Töchtern aus zwei Ehen heirateten zwei in die Familie von Tscharner, wodurch Rümligen an diese Familie kam, die Jüngste, Sophia−Béatrice von Wattenwyl (1867–1923), heiratete ihren Cousin Jakob Emanuel („Nello“) von Wattenwyl (1863–1934). Dieser schloss 1929 einen Schenkungsvertrag mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach dem das Frisching-Haus nach seinem Tod 1934 an den Staat überging und seither den Namen seiner Gattin trägt.
Text und Bildnachweis:
Foto und Beschreibung sind von der Homepage der
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK
Pavillonweg 2
CH-3012 Bern
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