A.R. Penck
2 Original Siebdrucke / Serigraphien
"Lyrik"
Erschienen bei Edition Malerbücher in Berlin 1987
Jeweils:
Blatt/Format: ca. 22,5 cm x 34 cm
Passepartout/Innen/Ausschnitt: ca. 22,4 cm x 33,4 cm
Passepartout/Aussen/Ausschnitt: 26,4 cm x 37,4 cm
Bei dieser Serie teilweise mit den Texten von Sarah Kirsch.
Die Texte wurden von Penck handgeschrieben und als Siebdruck gedruckt.
Die Blätter sind in einem guten Zustand!
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A. R. Penck (* 5. Oktober 1939 in Dresden; † 2. Mai 2017 in Zürich), eigentlich Ralf Winkler (Pseudonyme waren Tancred Mitschel, Mike Hammer, T.M., Mickey Spilane, Theodor Marx, a.Y. oder Y), war ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer und Jazzmusiker. Er nahm von 1953 bis 1954 Mal- und Zeichenunterricht bei Jürgen Böttcher und wurde Mitglied der Künstlergruppe Erste Phalanx Nedserd. Die Gruppe strebte künstlerisches Arbeiten ohne Kompromisse an. Aus diesem Grund blieb den Mitgliedern der Künstlergruppe ein Akademiestudium verwehrt. Den Mitgliedern der Künstlergruppe blieb auch die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler der DDR verwehrt. Sie mussten sich deshalb den Lebensunterhalt als Arbeiter oder Handwerker verdienen. Im Jahr 1966 wurde Winkler Kandidat des Verbandes bildender Künstler, nun unter dem Pseudonym A. R. Penck, das nach dem Geologen und Eiszeitforscher Albrecht Penck gewählt wurde. Seit 1969 bekam er zunehmende Probleme mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR: Pencks Bilder wurden beschlagnahmt, seine Mitgliedschaft im „Verband Bildender Künstler der DDR“ (VBK) wurde abgelehnt. Winkler gründete im Mai 1971 gemeinsam mit Steffen Terk, Wolfgang Opitz und Harald Gallasch die Künstlergruppe Lücke, welche bis 1976 bestand. Nach dem Militärdienst 1974 und vor allem der Verleihung des Will-Grohmann-Preises 1975 durch die Akademie der Künste in West-Berlin, nahmen auch die Kontrollen der Staatssicherheit zu. 1976 begegnete Penck dem westdeutschen Malerkollegen Jörg Immendorff, mit dem er in den folgenden Jahren zusammenarbeitete. In ihren Arbeiten setzten sie sich sowohl für die Abschaffung der deutsch-deutschen Grenze als auch für Dissidenten ein, unter ihnen Rudolf Bahro und Robert Havemann. Ab 1977 beschlagnahmte der Zoll die Gemälde Winklers – der ab 1976 auch mit Y signierte. Im Mai 1979 wurden bei einem Einbruch in das Atelier Winklers verschiedene Arbeiten und Aufzeichnungen vernichtet. Am 3. August 1980 wurde er ausgebürgert und siedelte in den Westen über. Er lebte zunächst in Kerpen bei Köln. 1981 verlieh ihm die Goethe-Stiftung in Basel den Rembrandt-Preis. 1983 zog Winkler nach London um und erhielt 1985 den Kunstpreis Aachen. 1984 war er auf der Ausstellung Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf vertreten. 1988 nahm er teil an der Ausstellung Made in Cologne, im selben Jahr wurde er als Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf berufen. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2003 lebte und arbeitete Winkler in Dublin, Irland. Der Autodidakt schuf „Welten“ und „Erlebnisräume“, angefüllt mit symbolhaften Kürzeln. In seinen Bildern bediente er sich Strichmännchen und grafischer Bildzeichen, die an Höhlenmalerei, asiatische Kalligrafie und Graffiti erinnern. In den 1970er Jahren entstanden so seine Standart-Bilder. Unter diesem Begriff verstand Penck eine Kunstrichtung, die so einfache, archaische Bildzeichen verwendet, dass jeder Betrachter die entstehenden Bilder zu durchdringen vermag – wie etwa Verkehrsschilder oder Warenzeichen. 1995 wurde in Dresden auf dem Dach des Penck-Hotels seine 2,5 Tonnen schwere Bronzeplastik Standart T(x) aufgestellt, die 6,4 Meter hoch ist. Penck war Teilnehmer der Documenta 5 in Kassel im Jahr 1972 in der Abteilung Individuelle Mythologien und auch auf der Documenta 7 (1982) und der Documenta IX im Jahr 1992 als Künstler vertreten. Für die Documenta 6 (1977) waren Bilder von ihm vorgesehen, deren Ausstellung durch Einwirken eines Inoffiziellen Mitarbeiters der Staatssicherheit der DDR auf einen hessischen Parlamentarier verhindert wurde. Penck wurde in den 1980er Jahren zu den „Neuen Wilden“ gezählt.
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