2004 wurde der Nova in Texas gekauft und in die Schweiz importiert. Damals war noch ein 350er V8 verbaut und die Karosserie war stellenweise komplett hinüber, gemäss dem Verkäufer «absolutely no rust anywhere». Wo kein Rost war, war Spachtelmasse und nach einer, unter anderem auf dem Dach des Nova veranstalteten Party, war dieses entsprechend eingedrückt. Dennoch wurde das Nova-Projekt in Angriff genommen. Das Auto wurde zerlegt, sandgestrahlt und komplett neu aufgebaut. Und mit neu aufgebaut meinen wir auch wirklich zu 100% neu aufgebaut. Der Wagen wurde rundum verstärkt und die Pedalerie nach links versetzt, denn die Wahl des Motors fiel auf einen riesigen V8, der von Bill Mitchell Hardcore Racing Products aufgebaut wurde. Das Aggregat nennt sich Merlin Limited Edition Hardcore 632 und weist mit der Zahl auf den Hubraum vom 632 Kubikzoll hin – 10.36 Liter also.
Geschmiedete Kolben, geschmiedete Kurbelwelle, eine Kompression von 10.4 zu 1, 1050er Vergaser, Drehmomentwerte im vierstelligen Bereich und knapp 800 PS sind einige Stichwörter, die den Motor ganz gut beschreiben und dem Normalverrückten auch völlig ausreichen. Glücklicherweise trifft das nicht auf den Erbauer dieses strassenzugelassenen Monsters zu. Der Motor wurde weiter verfeinert und der Wagen hat damit an mehreren Treffen und Rennen teilgenommen und einige davon auch gewonnen. Je nach Rennen wurde die Maschine wahlweise mit einem 2-Gang-Powerglide-Getriebe oder mit dem aktuell verbauten 4L80E-4-Gang-Getriebe sowie mit verschiedenen Hinterachsen in den Übersetzungen 3.75 und 4.10 bestückt. Aktuell und für die Strasse ist eine Ford 9 Zoll Hinterachse, mit einer Übersetzung von 3.25 verbaut, die sehr gut mit dem elektronisch einstellbaren 4-Gang-Getriebe harmoniert.
Da sich der erste 632er beim Drag Racing in Richtung V8-Himmel verabschiedet hat, ist nun ein zweiter 632er frisch aus der Hölle im Nova zu finden, der aktuell sorgfältig getunt zuverlässig 1007 PS über das Getriebe an die dicke Hinterachse schickt. Diese wiederum leitet Power und Drehmoment an die monströsen 345er Gummis weiter, die versuchen, möglichst viel davon in eine Vorwärtsbewegung umzuwandeln. Die vierstellige PS-Zahl wurde typisch amerikanisch direkt am Motor gemessen, also ohne alle Leistungsreduzierenden Anbauteile. Um ausreichend Platz für die Monster-Schlappen zu machen, wurde der Rahmen hinten nach innen verjüngt. Andernfalls hätten Kotflügelverbreitungen den schönen Wagen massiv verunstaltet. Für ein, auf der Strecke vertretbares Gewicht, sorgen leichte Plexiglas-Scheiben und diverse Kunststoffteile sowie leichte Schalensitze.
Das Design des Super-Nova war dem Erbauer auch wichtig. Entsprechend wurden die Positionslichter entfernt und die Chromteile in Wagenfarbe lackiert. Dazu kamen schicke, dreiteiligen FIKSE-Räder (4 Felgen für die Hinterachse) für die Strasse und zwei verschiedene Motorhauben, beide schwarz lackiert aber jeweils mit anderen Lufteinlässen versehen. Das ganze Zubehör, bestehend aus mehreren Sätzen Strassen- und Rennrädern (Drag Racing), diversen Abgasanlagen und unzähligem weiteren Kleinmaterial und Dokumenten füllt selbst schon eine kleine Garage und gehört natürlich zum Wagen dazu.
Die Dokumente und Rechnungen umfassen zwei anständig gefüllte Bundesordner und auch die Gutachten strapazieren die Mappe für die MFK bis auf Äusserste. Eine Auflistung aller Modifikationen und verbauten Teile würde den Rahmen für den Text hier leider sprengen. Geprüft wurde der Wagen erstmals 2006 und seitdem alle zwei Jahre wieder. Verkauft wird die Höllenmaschine auch frisch ab MFK.
Hier geht's zum Video des SuperNova
https://www.youtube.com/watch?v=XQXv_vsHRRQ
Modellgeschichte:
Der erste Nova lief schlicht unter dem Namen Chevy II vom Band – ein einfacher Name für ein einfaches Auto. Kleiner als die meisten Chevy-Fahrzeuge, aber grösser als der Corvair, war der neue Chevy II als viertürige Limousine, Cabriolet, Kombi oder zweitüriges Coupé erhältlich. Der Chevy II Nova 400 war die sportlichste Variante mit einem 120 PS starken Sechszylindermotor. Der Wagen bot ein ruhiges Fahrverhalten in einer vernünftigen Version, die viele Leute ansprach.
ZWEITE GENERATION – 1966-1967
Von allen Generationen des Chevy Nova ist die Ära von 1966 bis 1967 wohl die kürzeste, aber sie brachte auch ein neues und schnelleres Fahrzeug hervor. Die zweite Generation unterschied sich optisch kaum von der ersten, abgesehen von kleineren Ausstattungsmerkmalen, Blechanpassungen und Leistungssteigerungen. Ein neuer 327er machte den Nova zu einem 350 PS starken Fahrzeug.
Der Rest der Geschichte hat hier leider keinen Platz mehr, weil die Grenze von 5000 Zeichen erreicht wurde. Du kannst gerne unsere Seite besuchen und das Inserat in voller Länge und mit allen Bildern geniessen.