Dieses antike Schachspiel im Selenus-Stil (auch „Gartenschach“ oder „Tulpen-Schach“ genannt)., ist ein bemerkenswertes historisches Objekt, das sowohl kunsthandwerklich als auch durch seine persönliche Geschichte besticht.
Herkunft: Die beiliegende Widmung gibt einen präzisen Ort und Zeitpunkt an: Schweinfurt, Februar 1875.
Personen: Die Karte nennt „Käthchen Schirr“ und „Adam Roederer“ als Verlobte. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um ein Verlobungsgeschenk. Solche feinen Beinarbeiten wurden oft von spezialisierten Drechslern in süddeutschen Handwerkszentren (wie der Gegend um Nürnberg/Erlangen/Schweinfurt) gefertigt.
Sozialer Status: Ein solches Schachspiel aus fein gedrechseltem Bein war kein Alltagsgegenstand für Arbeiter. Es deutet darauf hin, dass die Familien Roederer und Schirr zum gehobenen Bürgertum oder zum wohlhabenden Handwerksstand in Schweinfurt gehörten. Schach galt als Spiel der Gebildeten.
Material : Bein
Zustand : Dieses Antike Schach-Set mit Widmung, ist für sein Alter in sehr gutem Zustand. Es sind nur wenige Zacken leicht gebrochen (siehe Bild 6 und 7).