Gemälde "Botanisch erdig", Peter Dietschy, 1995,Acryl auf Lw


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Année

1995

Évite ~

2 kg de CO₂e

Matière

Lin

Pays

Suisse

Type de peinture

Peinture en acrylique

État

D'occasion


Peter Dietschy "Botanisch erdig" 1995, grosses abstraktes Acrylgemälde, signiert unten rechts,

Grösse mit Holzrahmen: 92 x 73.5 cm

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Peter Dietschy in SIKART:


∗ 13.8.1935 Kriens,

† 26.5.2013 Luzern


Maler. Wandmalerei, Zeichnung, Druckgrafik, Plastik, Keramik und Glasfenster


Nach einer Lehre als Schriftsetzer 1954 einjähriger Besuch der Kunstgewerbeschule Luzern. 1955–57 Aufenthalt in Paris, wo Peter Dietschy als typographischer Gestalter arbeitet und sich an der Académie de la Grande Chaumière zum Maler ausbildet. Lernt die Werke der Künstler der Ecole de Paris (Serge Poliakoff, Nicolas de Staël) kennen. Deren Arbeiten der «konsequenten Abstraktion» (Fritz Billeter) und ihre heftigen Farbklänge beeinflussen Dietschys Malerei anfänglich; später wechselt er zwischen abstrakter und gegenständlicher Ausdrucksweise.

1961 Studienaufenthalt in Rom, ab 1962 Beginn der Tätigkeit als Reiseleiter, vorab in Rom, Sizilien, Sardinien, Spanien, Kreta und Korsika. 1965 entstehen die ersten Wandbilder in Hitzkirch und Kastanienbaum. 1970 gestaltet Dietschy eine Wand des Hallenbads in Meggen (1983 abgerissen) sowie Decke und Wände der Jugendsiedlung Utenberg in Luzern. Ab 1974 Wohnsitz in St. Erhard im Kanton Luzern. Gewinnt den Wettbewerb zur Aussenwandgestaltung des Schulhauses Meiersmatt in Kriens. 1981 Reise nach Ägypten; im selben Jahr entsteht ein Fresko in der reformierten Kirche Gerliswil. 1983 Wiederbegegnung mit dem Maler und Plastiker Serge Brignoni, den Dietschy 1956 kennengelernt hat, anlässlich der Dietschy-Ausstellung im Kunstsalon Wolfsberg in Zürich. Trotz dreissig Jahren Altersunterschied entwickelt sich eine lebenslange Freundschaft. Brignoni rühmt die «dynamische Kompaktheit» der Farbe in Dietschys Werk. 1987 entsteht der Glasfensterzyklus in der Kapelle in St. Erhard, ein Hauptwerk des Künstlers, und 2004 das grosse Wandbild Dialog im Pfarrheim Oase in Knutwil. Engagiert sich auch für den Natur- und Artenschutz und ist 1976 Mitbegründer des Naturschutzvereins Knutwil. Veranstaltet Kultur- und Bildungsreisen, auch in ausländische Naturschutzgebiete.

Im Atelier von Peter Dietschy steht auf der Staffelei das unvollendete Porträt des Künstlerkollegen Franz Anatol Wyss. Der Kopf, umgeben von weissem Haupthaar und Bart, ist detailliert ausgearbeitet und beherrscht das Bild zusammen mit dem auffallend roten Halstuch. Arme und Oberkörper heben sich nur schemenhaft vom braunen Malgrund ab. Seit seinen Anfängen in den 1950er-Jahren beschäftigt sich der Künstler kontinuierlich mit dem Bildnis und verzichtet dabei oft auf die Ganzfigur. Posen und Gebärden, Gesicht und Brustbild bleiben sein Hauptanliegen. Das Wandbild Dialog im Pfarrheim Oase in Knutwil legt davon Zeugnis ab: Ohren, Augen, Münder und Hände der wandfüllenden, typisierten Köpfe der Protagonisten verbinden die weich fliessende Linienstruktur zu einem Ganzen. Dass sich Dietschys Malerei indes auch aufs äusserste reduziert und abstrakt zeigen kann, zeigt der Glasfensterzyklus in der Kapelle seines Wohnorts St. Erhard. In klaren Farben und einer zeichenhaften Bildsprache entfaltet der Künstler dort ein ikonografisches Programm mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie der Legende des heiligen Erhard. Neben der Malerei runden keramische Arbeiten – Teller und Schalen in einer mediterranen, heiteren Motiv- und Farbensprache – sowie plastische Werke, teilweise aus Fundstücken, den künstlerischen Kosmos Peter Dietschys ab. Seine Zeichnungen entstehen nach der Natur oder sind freie Interpretationen des Gesehenen. Seine Motiv- und Materialwahl, die sich stets prozesshaft entwickelt, präsentiert sich äusserst vielfältig, etwa in abstrakten Kompositionen mit Plexiglas, in postkartengrossen Papierzetteln oder in einer andauernden Transformation des Gesehenen, das in Dietschys eigenen Worten «zu einer Reise mit unbekanntem Ziel» führen kann.

Werke: Emmenbrücke-Erlen, Protestantische Kirche, Wandbilder, 1981; Knutwil, Pfarrheim Oase, Wandbild Dialog, 2004; Kriens, Schulhaus Meiersmatt, Aussenwandgestaltung, 1974; Luzern, Kantonsspital, Hinterglasmalerei, 1985; St. Erhard, Kapelle, Glasfenster, 1987; Sursee, Helvetia Versicherungen, Installation mit Tafelbildern, 2005.

Suzanne Kappeler, 2010

Zitiermethode:

Suzanne Kappeler: «Peter Dietschy». In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, 2010.

https://recherche.sik-isea.ch/sik:person-4000445/in/sikart

Ausgewählte Literatur SIKART


Peter Dietschy. Raumgreifend. Bilder 1962-2006. Galerie Kriens, 2008. Texte: Franz Billeter und Klaus Merz. Luzern: Ars pro toto, 2008.


Peter Dietschy. Kriens, Museum im Bellpark, 2000. Text: Hilar Stadler. Kriens, 2000.


Dietschy. Luzern, Galerie Hannelore Lötscher, 1998. Text: André Rogger. St. Erhard, 1998.


Peter Dietschy. Neue Werke. Basel, Galerie Carzaniga & Ueker, 1993. Text: Peter Killer. Basel, 1993.


Peter Dietschy. Basel, Galerie Carzaniga & Ueker, 1990. Texte: André Meyer und Serge Brignoni. Basel, 1990.



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