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1972: IOS Investors Overseas Services Ma

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Description

1972: IOS Investors Overseas Services Ma

Kanada - Handel/Transport

Inhaberaktien-Zertifikat 10 Anteile, Nr. 30380, grün. Inhaberaktien-Zertifikat 10 à 25 Cents, Nr. xxx, grün. Bernhard Cornfeld, in New York geborener Sohn jüdischer Einwanderer, starb am 1. März 1995 in London an einer Lungenentzündung im Alter von 68 Jahren. Das erfolgreichste Produkt des als Erfinder eines neuen Kapitalismus gefeierten Finanzjongleurs, die IOS (Investors Overseas Services) hatte besonders in Deutschland eine sagenhafte Gefolgschaft. Nachdem ihm die Börsenaufsichtsbehörde in NY zu sehr auf die Finger sah, ging er über Paris nach Genf, von wo aus er 1958 die IOS (unter dem Gesetz von Kanada) gründete.

Zu den Banken, die die Übernahme unverkaufter Aktien der verschiedenen Emissionen garantierten, gehörten illustre Namen wie Drexels, Banque Rothschild und Hill Samuel (nicht Barings). Mit dem ehemaligen deutschen Vizekanzler Erich Mende als Aushängeschild rannte Cornfeld in Deutschland offene Türen ein. Auslandsfonds blieben hier so gut wie unbeaufsichtigt. Die vom Wirtschaftswunder verwöhnten Deutschen kannten als Geldanlage fast nur das Sparbuch. Da schienen die IOS-Investmentzertifikate der garantierte Weg zum Reichtum. Die raffinierte pyramidenartige Organisation, in der die Verkäufer nach Plazierung von $300.000 an der Gesehschaff und an der Kommission weiterer Verkäufer beteiligt wurden, wuchs rasend schnell. 1969waren fast 2,5 Mrd. $ unter Management. Nur die Anlage der eingesammelten Gelder war weniger erfolgreich, IOS-Verkäufer tätigten illegale Devisengeschäfte und schönten die Ergebnisse der Fonds. 50 Unternehmen gehörten zum IOS-Konzern, darunter Dutzende von Finanz- und Versicherungsgesellschaften, fünf Banken und 16 Investmentfonds. Auch der ominöse Fund of Funds, in den große Beträge steuerflüchtiger Gelder geflossen sein sollen, gehörte dazu. Als Cornfeld 1970 seine Anteile zu verkaufen suchte, brach das Kartenhaus zusammen. Er zog sich von der Geschäftsleitung zurück und wurde 1973 in Genf u.a. wegen gewerbsmäßigen Betrugs festgenommen aber nach einigen Monaten gegen Sfr 5 Mio Kaution wieder freigelassen. In dem Prozeß 1979 erreichte er einen Freispruch, wobei er auf Haftentschädigung verzichtete und die Kaution geschädigten US-Anlegern zugute kam. Als trauriges Vermächtnis in Deutschland blieben nicht nur tausende geprellter Anleger zurück sondern auch ein tiefes Mißtrauen des Publikums gegen Aktien und fast alle Art von Kapitalanlage, das viele Jahre anhielt.

Cornfeld, dessen Lebensstil schon früher die Klatschspalten beschäftigt hatte, konzentrierte sich nun neben Immobiliengeschäften in Frankreich fast nur noch auf das süße Leben, das jetzt ein frühes Ende fand.

Wir verkaufen das beschriebene Papier. Das abgebildete Papier kann eine andere Nummer tragen. Erhaltungszustand: IIa

a = ungelocht

b = ungefaltet

I = neuwertig

II = leichte Gebrauchsspuren, Stempel, höchstens 1x gefaltet

III = normale Gebrauchsspuren, kleinere Flecken, feine Rand oder Falzeinrisse, durchschnittliche Erhaltung

IV = stärkere Gebrauchsspuren, Einrisse, Abstoßungen, fleckig, unbedeutende Fehlstellen

V = sehr starke Umlaufspuren, gößere Einrisse, Klebestellen, Fehlstellen, schmutzig, deutlich fleckig, aufgeweichtes Papier

Normalversand C4: Europa Euro 4.50 - OVERSEA Euro 7.00. Grossbriefe Euro 14.50 - Einschreiben plus Euro 5.50

Das angebotene Wertpapier ist ein Sammelobjekt und verkörpert weder Rechte noch einen effektiven Wert.

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