FIDUS "Gaukeltraum" Strichätzung


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 FIDUS


"Gaukeltraum"

 

 

Strichätzung / Zinkätzung nach der Federzeichnung

 

 


Druck von August Hopfer in Burg um 1920


Druckplatte von Albert Frisch in Berlin

 

 


Doppelpassepartout!


 

 

Blatt/Format: ca.: 21,5 cm x 29,5 cm

 

Abbildung/Format: ca. 19,5 cm x 25,5 cm

 

Passepartout/Innen/Ausschnitt: ca. 21 cm x 27 cm

 

Passepartout/Außen: 30 cm x 40 cm         

 

 


 

Das Blatt und die Abbildung sind in einem guten Zustand!




(nur wenige Altersspuren, siehe Fotos!)


Lieferung mit graphikschützender Rückwand und in Schutzhülle!





Fidus (bürgerlich: Hugo Reinhold Karl Johann Höppener, * 8.10.1868 in Lübeck; † 23.02.1948 in Woltersdorf war ein deutscher Maler, Illustrator und bedeutender Vertreter der Lebensreform. Er wurde Schüler des Malers und Naturapostels Karl Wilhelm Diefenbach, von dem er seine stilistische Prägung und den Künstlernamen „Fidus“ (Der Getreue) erhielt. Er verschrieb sich den lebensreformerischen Ideen des Vegetarismus, der Lichtgläubigkeit, der Freikörperkultur und einer naturgemäßen Lebensweise. Anarcho-sozialistische Vorstellungen von Bodenreform und vegetarischer Pazifismus beherrschten die Geisteswelt des jungen Fidus. 1889 setzte Fidus sein Studium an der Münchner Akademie fort. Fidus vertrat fortan eine mystische Naturreligion und setzte sich für Ideen einer Sexualreform ein. Der spezifische Jugendstil seiner Bilder wurde fortan mit esoterischen Symbolen - Lotusblüten, Eiformen, Kreuzen und Sonnenzeichen - angereichert. Die zyklische Kreisstruktur des Lebens, die Rückkehr des Mannes in den göttlichen Mutterschoß, die Verschmelzung der Geschlechter und die Erlösung durch das Licht waren immer wiederkehrende Bildmotive. Zudem entwarf er Pläne zu gigantischen Tempelanlagen für eine neue Natur- und Lichtreligion, in denen sich das Volk zur Andacht versammeln sollte. Sein berühmtestes Bild wurde das in mehrfacher Ausfertigung, erstmals 1908, entstandene „Lichtgebet“. Es zeigt einen jungen, schlanken, fast androgynen Mann auf einem Berggipfel, die Arme in Form einer Lebensrune spreizend und die Sonne anbetend. Dieses Bild wurde zur Ikone der Jugendbewegung. Anfang der 1890er-Jahre unternahm Fidus Reisen nach Norwegen, Istrien und Italien. 1892 ließ er sich in Berlin nieder und fand dort Kontakt zur literarischen Bohème, etablierte sich als Illustrator und wurde Mitarbeiter der neu entstandenen literarisch-künstlerischen Zeitschriften Pan und Simplicissimus. Fidus' erste Ausstellung fand 1883 statt. Neben seinen grafischen Arbeiten, die den nackten Menschen ohne die üblichen allegorischen oder mythologischen "Verkleidungen" präsentierten, malte Fidus Landschaftsbilder, in denen er Eindrücke seiner erstmals 1894 unternommenen Nordlandfahrten verarbeitete; seit 1903 veranstaltete er zur Präsentation seiner Bilder Lichtbildvorträge. Um 1900 war Fidus einer der bekanntesten Maler Deutschlands. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, hatte sich Fidus völkischen Vorstellungen zugewandt. Allerdings sprach er sich gegen den allgemeinen Hurra-Patriotismus aus, forderte stattdessen, dass Deutschland sich von kulturellen Fremdeinflüssen freimachen sollte, um eine moralische Mission für die Welt zu erfüllen. Nach 1918 verlor Fidus an künstlerischem Einfluss, auch materiell ging es ihm schlechter. Er machte für diese Misere den künstlerischen Internationalismus (Expressionismus, Dadaismus etc.) und die kapitalistischen Vermarktungstendenzen verantwortlich. 1932 trat Fidus in die NSDAP ein. 1937 wurden Fidus-Mappen beschlagnahmt und der Verkauf von Fidusdrucken verboten. Hitler ließ zudem die Verbreitung seines von Fidus gemalten Porträts auf Postkarten verbieten. Zermürbt kritisierte Fidus die nationalsozialistischen Kulturfunktionäre als „Kulturbonzen“ und „Barbaren“. Stilistisch blieb er seinem unkonventionellen, in der Zeit sehr untypischen „weichen Jugendstil“ treu. Anlässlich seines 75. Geburtstages wurde er 1943 trotz seiner Distanz zum nationalsozialistischen Regime zum Ehrenprofessor ernannt. Am 23. Februar 1948 starb Fidus in Woltersdorf an einem Schlaganfall.


 


 


Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen gemacht worden.


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1218173796

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