Giacomo Casanova wird wegen schwarzer Magie verhaftet. Er bricht 1756 aus den Bleikammern Venedigs aus, flüchtet durch ganz Europa und lebt seine erotischen Phantasien aus. In der dekadenten Masken- und Kulissenwelt wird der Frauenheld zum Opfer seines selbst auferlegten sexuellen Leistungsdruck...
Bonusmaterial:
Dokumentation "The Magic Of Fellini";
Rezension
Fellini ist nicht umsonst einer der Virtuosen des italienischen Kinos. Sein "Casanova" gehört zum Spätwerk des Schaffens des 1993 an einem Herzinfarkt verstorbenen Regisseurs. Er wurde seinerzeit von der Kritik nicht sehr wohlwollend angenommen, wie überhaupt das Spätwerk des Maestros nicht auf dieselbe Liebe stieß wie seine früheren Filme, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dieser wie auch viele andere Filme des Regisseurs der Zeit getrotzt haben und heute nicht weniger Wirkung entfalten als seinerzeit, da sie im Kino liefen. "Casanova" ist ein großer Film, ein episch aufbereiteter Film, der nicht nur von Donald Sutherlands Darstellung und Nino Rotas Musik lebt, sondern auch und vor allem von seinen gewaltigen Bildern getragen wird.
Fazit Arthaus-Kino für Cineasten -- movieman.de, 24. Oktober 2005
In einem opulenten und fantasievollen Bilderreigen, der Film gewann den Oscar für die besten Kostüme, verliert sich der zum exakten Rhythmus eines Metronom liebende Casanova in der Dekadenz der Gesellschaft. Er gleicht seine Hilflosigkeit mit sexuellen Phantasien und Obsessionen aus, die er auch häufig und ausgiebig auslebt. Aber Fellini, der sich hier zum Teil selbst porträtierte und seine Betrachtung des geheimnisvollen Wesens Frau mit einbrachte, lässt ihn zwischen all den Masken, die die Menschen tragen, und ihren Kulissen, hinter denen sie sich verschanzen, zu einer verlorenen Seele werden, die sich eigentlich für nichts und niemanden interessieren, geschweige denn, begeistern kann. [...] Die Dokumentation über "Die Magie von Fellini" ist zwar das einzige Extra der DVD, dafür aber sehr ausführlich und tiefgründig. In einer knappen Stunde äußern sich Wegbegleiter, Schauspieler und andere Filmkollegen über die Arbeitsweisen und die Gewohnheiten des Filmzauberers, der in einigen Interviewausschnitten auch selbst zu Wort kommt. -- cnet.de, 21. Oktober 2005
Regisseur : Fellini, Federico
Darsteller : Aumont, Tina, Brown, Cicely, Scarpitta, Carmen, Sutherland, Donald
Dvd D/E/F/I
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