Uhren aus der Schweiz werden weltweit wegen ihrer Funktionalität und Präzision geschätzt. Zu einer wahren Meisterschaft auf dem Gebiet der Uhrenproduktion hat es die in Biel ansässige Firma Omega gebracht. Das Traditionsunternehmen produziert bis heute hochpräzise Zeitmesser, die sowohl im privaten Bereich wie auch bei sportlichen Events und sogar im Weltraum präsent sind. Hervorgegangen ist die Omega AG aus einer kleinen Uhrenwerkstatt in La Chaux-de-Fonds (Kanton Neuenburg), die bereits 1848 gegründet wurde. Der Inhaber Louis Brandt vertrieb seine Uhren bis zu seinem Tod unter seinem eigenen Namen. Seine Söhne, die das Unternehmen von ihrem Vater geerbt hatten, wollten die Produktion vergrössern und verlegte deshalb den Betrieb nach Biel im Kanton Bern.
Dort fertigten ab 1898 rund 500 hoch qualifizierte Feinmechaniker die präzisen Kunstwerke, die bereits zu dieser Zeit internationale Anerkennung genossen. Etwa zur gleichen Zeit entschieden sich die Söhne des Firmengründers für die Bezeichnung"Omega", die dann erstmals auf einer Taschenuhr auftauchte. Nachdem einer der Brüder Brandt verstorben war, entschloss sich das Unternehmen, mit anderen namhaften Herstellern – unter anderem"Tissot"- zusammenzuarbeiten. Von da an konnte die Produktion durch eine enorme Nachfrage (Flugzeuge, Schiffe, Militär) gesteigert werden. Durch ständige Perfektionierung, präzise Verarbeitung und neue Technologien hat die Marke bis heute nichts von ihrem erstklassigen Ruf eingebüsst.
So fertigte Omega beispielsweise die erste wasserdichte Uhr für Taucheinsätze, lieferte Zeitmesser für Olympische Spiele (ab 1932, auch 2012 wieder) und gehörte mehrere Male zur Standardausrüstung für Astronauten. Einige Modelle wie die Omega Seamaster oder die Omega Speedmaster haben es bis zum Mond oder auch auf die grosse Kinoleinwand geschafft. So lieferte die Omega Speedmaster Professional die exakte Zeit für die ersten Mondlandung und alle zugehörigen Manöver. Die Omega Seamaster Professional 300 war von 1995 an die offizielle Dienstuhr eines berühmten britischen Geheimagenten, bis sie 2006 von einer Omega Seamaster Planet Ocean abgelöst wurde. Präzisionsuhren aus dem Hause Omega finden sich heute an den Armen unzähliger Prominenter wie George Clooney, Michael Phelps, Nicole Kidman oder auch Buzz Aldrin.
Um Liebhabern, Fans und Sammlern einen Einblick in das Omega-Universum zu ermöglichen, wurde 1984 in der Heimatstadt der Uhren, in Biel, sogar ein Omega-Museum eingerichtet. Neben zahlreichen Dokumenten und Informationen über den Herstellungsprozess finden sich dort auch mehr als 4.000 der bedeutendsten Uhren des Unternehmens.