Auch Trainingsgeräte kann man in der Schweiz kaufen – wie etwa den Gymnastikball. Auf diesem kann man auch sitzen (so heisst er auch Sitzball) – somit ist ein- und dasselbe Möbelstück einerseits für den Sport und andererseits für das Wohndesign zu verwenden. Insbesondere in kleineren Apartments oder auch mit alternativ gestaltetem Wohnraum kombiniert, bleibt der Gymnastikball in verschiedenen Grössen und, vor allem, in verschiedenen Farben generationsübergreifend attraktiv.
Der Gymnastikball sind sehr fest aufgepumpt – es gibt Ideen, wie hoch gewachsen eine Person sein sollte, um die bestimmte Grösse eines Gymnastikballs zu nutzen. Nämlich für Personen, die bis 1,40 m gross sind, empfiehlt sich ein Gymnastikball von 0,45 Zentimeter Sitzhöhe, bis 1,55 m Körpergrösse gilt 0,55 Zentimeter, bis 1,75 m 0,65 Zentimeter, bis 1,85 m 0,75 Zentimeter und ab 1,90 m 0,85 Zentimeter Sitzhöhe entsprechend. Nichtsdestotrotz – massgeblich ist das persönliche Wohlgefühl, insbesondere als Sitzball. Deshalb – auch bei der Online-Bestellung – ist das Probesitzen immer erlaubt, man darf dann den Artikel stets umtauschen.
Man kann den Gymnastikball auch statt eines Bürostuhls als Sitzball nutzen – er bietet bei der Schreibtischarbeit denselben Komfort und hält zusätzlich noch die Wirbelsäule gerade. Auch kann man gerade den Gymnastikball zur Geburtshilfe nutzen – was insbesondere bei Geburten zu Hause genutzt wird.
Ein Medizinball hingegen ist zwischen 800 Gramm und 10 Kilogramm schwer und verfügt über einen Durchmesser von 30-35 Zentimeter; er besteht aus Leder oder Gummi und ist mit Korkgranulat befüllt. Das Training mit Medizinbällen ist seit der Antike bekannt – aus Persien sind erste Erwähnungen bereits 1.000 Jahre vor Christus dokumentiert. Im 19. Jahrhundert hat jedoch William Muldoon (1853 – 1933) diesen in seiner definitiven Form für das heute übliche Training erfunden. Der Medizinball wird in der Heilgymnastik eingesetzt – aber auch im gewöhnlichen Schulsportunterricht ist es ein völlig üblicher Trainingsartikel – denn er dient insbesondere bereits Jugendlichen dazu, ihre Koordination und Körpergeschmeidigkeit auszubilden.
Der Medizinball wird dazu genutzt, Bauchmuskeln zu trainieren – insbesondere Boxer können ihren Unterleib hiermit dazu trainieren, Schläge auszuhalten. Für viele Athleten spielt der Medizinball eine entscheidende Rolle - man kann die Arm-, Brust- und Beinmuskulatur damit stärken. Auch kann man den Medizinball als Sportler dazu nutzen, sich nach Sportverletzungen schonend an seine frühere Form wieder anzunähern.