Mit dem Lied „Pinball Wizard“ hat die britische Rockgruppe The Who dem Flipperkasten 1969 ein musikalisches Denkmal gesetzt. Das Gerät mit der silbernen Kugel existiert seit 1947. Aber bereits Jahrhunderte vorher unterhielten die Menschen sich mit einem Spiel, das dem späteren Flipper ähnelte. Durch ein leicht abschüssiges Brett, das mit Nägeln bestückt war, rollte eine Kugel. 1947 kam er Amerikaner Gottlieb auf die Idee, dem Brettspiel zwei Flipperhebel hinzuzufügen. Von da konnte der Spieler aktiv ins Spielgeschehen eingreifen. Weitere Verfeinerungen der Grundidee verwandelten den Flipperkasten zu einem Unterhaltungsspiel für Erwachsene. Das beginnt bei dem Abschuss der Kugel. Wenn er mit dem richtigen Geschick ausgeführt wird, kann der Spieler sich bereits beim Start einen Vorteil verschaffen. Dann gilt es, die Kugel durch die Bedienung der Flipper möglichst lange im Spiel zu halten und Punkte zu sammeln.
Unterhaltung pur
Ein Flipperkasten ist ein reines Unterhaltungsgerät, bei dem kein Geld zu gewinnen ist. Waren beim ersten Pinball die Flipperfinger noch so angeordnet, dass sie von innen nach außen schlugen, änderte sich das in den nächsten Jahren. Eine weitere Vervollkommnung war die Einführung der Rollenzählwerke. Von da an konnten mehrere Spieler an dem Gerät gegeneinander antreten. Stand der Kasten anfangs auf Holzbeinen, so wurde Mitte der 1950er auf Beine aus Metall umgerüstet. Seitdem folgten noch zahlreiche Innovationen. Unter anderem kam 1979 ein sprechender Flipper auf den Markt. Am Grundprinzip des Spiels hat sich allerdings nie etwas geändert.
Ungebrochene Beliebtheit
Das Flipperspiel erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. In der Welt Videokonsole, die nach starren Vorgaben ablaufen, ist das Spiel am Flipperkasten eine Herausforderung in immer neuen Variationen. Dem Spieler werden Reaktions- und Denkvermögen abverlangt. Es stärkt Ausdauer und Konzentration. Passionierte Flipperspieler haben es mittlerweile schwer, ein passendes Gerät zu finden. Der letzte große Flipperhersteller hat 1999 die Produktion eingestellt. Wer also seinen Flipperkasten verkaufen will, hat gute Chancen, rasch einen Abnehmer zu finden. Die Geräte haben mittlerweile Seltenheitswert, deshalb lohnt es sich, den Flipperkasten zu verkaufen. Die Zahl der Flipper, die noch auf dem Markt sinkt, geht Jahr um Jahr zurück. Es ist nicht zu erwarten, dass die Geräte demnächst wieder produziert werden.