Die Modellbaufirma Schuco wurde 1912 in Nürnberg, zunächst noch unter dem Namen Schreyer & Co, gegründet. 1936 stellte Schuco seine erste Kollektion von Miniaturautos her, die vor allem in ihrer vielfältigen Ausstattung und technischen Präzision überzeugten. Der Detailreichtum war für die damalige Zeit ungewöhnlich und wurde lange von keinem anderen Unternehmen erreicht. Jedes Modellauto verfügte über Funktionen wie Lenkradsteuerung, ein Schaltgetriebe und eine Handbremse. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte das Unternehmen seine Erfolgsgeschichte fort. Es baute keine originalen Modelle nach, sondern entwickelte eigene Variationen. Dabei blieb die Firma dem traditionellen Blechspielzeug treu und verbesserte die technischen Finessen von jedem Modellauto. So wurden mit Spiraldraht lenkbare Fahrzeuge entwickelt. Andere Modellautos fuhren auf einem Spiraldrahtring, der mit Kreuzungen und Weichen erweitert werden konnte. Legendär wurden die selbst steuernden Autos, die nicht vom Tisch fielen. Zeitweilig hatte Schuco über 800 Mitarbeiten und verkaufte über weltweit über 100 Million Spielzeuge. In den 1960er und 70er Jahren eroberten jedoch andere Werkstoff wie Zink und Kunststoff den Spielzeugmarkt und dominierten schnell in der Sparte Modellauto. Blechspielzeug war nicht mehr gefragt. 1976 meldete Schuco Konkurs an, und wurde von der britischen Firma DCM übernommen. Diese konnte sich allerdings auch nicht am Markt behaupten. 1980 gelang dem Traditionsunternehmen dann ein Neustart. Die ehemaligen Konkurrenten GMA und TRIX erweckten Schuco zu neuem Leben. Die Silberpfeilrennwagen wurden neu aufgelegt, und auch die übrige Produktpalette überzeugte bei Sammlern und Liebhabern traditionellen Spielzeugs. Es wurden verschiedene Editionen ins Leben gerufen, die vor allem Sammler interessierten.
Modellautos im Massstab 1:87, die Distler Figuren, die Junior Line und Schabak wurden neu belebt und grosse Erfolge. Charakteristisch für Schuco sind nach wie vor die klassische Herstellung im Zink- und Blechgussverfahren sowie die detailgenaue Ausgestaltung aller Modelle. So gelten die Modellautos des Herstellers als gelungene Verbindung von Tradition und Moderne. Heute ist Schuco wieder ein eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der Simba-Dickie-Gruppe. Blechspielzeug hat mittlerweile eine Renaissance erlebt, gerade weil es als alt und traditionell gilt. Die Sammlergemeinde von altem Spielzeug und Modellautos hat sich deutlich erweitert und kommt an Schuco nicht vorbei. Wer in der Schweiz für seine Sammlung Schuco Modellautos kaufen will, sollte sich im umfangreichen Angebot von ricardo.ch umsehen.