Nur das richtige Verlegen der Dielen bereitet lange Freude am Parkett, nicht nur in der Schweiz. Wichtig ist der Unterboden auf dem das Laminat oder Parkett verlegt werden soll. Er muss eben (maximale Toleranz 3 mm auf 1m) trocken und ausreichend fest sein. Grosse Unebenheiten müssen mit Fliessspachtel ausgeglichen werden. Laminat kann auf Estrich (auch mit Fußbodenheizung), auf Verlegeplatten, festen Holzdielen und ebenem Fliesenboden verlegt werden. Bei einer Verlegung auf Estrich ist eine Feuchtigkeitssperre empfehlenswert. Die Restfeuchte sollte bei Zementestrich nicht mehr als zwei Prozent (Anhydrit-Fließestrich 0,5 Prozent) ausmachen. Eine Trittschalldämmung sorgt dafür, dass das Laminat beim Begehen nicht lärmt. Sie besteht aus einer dünnen Schaumstofflage oder Filzpappe. Als Unterbodenschutz ist die Feuchtigkeitssperre mit Trittschalldämmung auch in Einem erhältlich. Sind Teppichböden fest verklebt und nicht dicker als 6 mm, eignen sie sich als ideale Trittschalldämmung.
Fast die meisten Werkzeuge, die man zum Laminat Verlegen benötigt, finden sich in jeder Heimwerkstatt. Vom Händler ausleihen lässt sich Klopfholz, Zug und Hebeleisen. Die noch verpackten Laminatdielen sollten 48 Stunden ruhen um sich zu akklimatisieren. Laminatböden werden schwimmend verlegt. Das heißt, sie haben keine feste Verbindung zum Unterboden. Da es zu Temperaturschwankungen kommen kann, ist rundherum zu Rohren, Türzargen usw. mindestens ein Abstand von 1 cm einzuhalten. So kann sich das Laminat ausdehnen und wieder zusammenziehen. Es ist ratsam kleine Distanzstücke zu kaufen. Sie sorgen für den nötigen Wandabstand. Im wilden Verbund lässt sich nun das Laminat verlegen, Reihe für Reihe, fast ohne Verlust. Da das Reststück der Vorreihe wieder als Anfang der nächsten Reihe dient. Bei einem Veratz der Querfuge von weniger als 20 cm, wird die neue Reihe mit einer ganzen Diele begonnen.
Jeweils an einer langen und an einer kurzen Seite sind die Laminatdielen mit Nut bzw. Feder ausgestattet. Sie greifen bei Längs- und Querfugen ineinander. In der linken Ecken beginnend sollte man Laminat verlegen, wobei die Nutseite zur Wand zeigt. Zunächst werden die ersten beiden Reihen zugesägt und ausgelegt. Dabei sind Nut und Feder bis zum Anschlag ineinander zu schieben und der Abstand von 1 cm zur Wand einzuhalten. Wird das Parkett verleimt, muss sehr zügig gearbeitet werden, denn der Spezialleim hat eine offene Zeit von ca. 10 Minuten. Reihe für Reihe arbeitet man sich bis zur gegenüberliegenden Wand vor. Mit einem schönen Laminat oder Parkett glänzt ihr Wohnzimmer noch mehr!