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Digitalkameras von Yashica

Das japanische Unternehmen Yashica wurde 1949 gegründet. Viele Jahrzehnte gehörte die Marke zu den grossen Kameraherstellern. Sowohl im Kleinbild- als auch Spiegelreflexbereich waren diese Kameras sehr beliebt. Yashica war auch die erste Firma, die elektronische Schaltkreise in ihren Kameras einsetzte. Insbesondere die Yashica T4 mit dem von Carl Zeiss entwickelten Tessar-Objektiv war bei den kompakten Kameras überaus erfolgreich. Das Unternehmen wurde bereits 1983 von dem heute bekannten Fotokopierer- und Druckerhersteller Kyocera übernommen. In Zusammenarbeit mit Kyocera wurden auch die ersten Digitalkameras hergestellt. Seit April 2005 wurde der gesamte Kamerabereich bei Kyocera aufgegeben. Dennoch ist bis heute der Name Yashica unter Fotografen nicht in Vergessenheit geraten. Hier in der Schweiz kann man beim Onlineshop von ricardo.ch noch die einen oder anderen Modelle preisgünstig kaufen. Dies ist insbesondere für Sammler älterer Fotoapparate sehr interessant.

1997 wurde in Deutschland die Yashica Kyocera KC 600 vorgestellt. Für umgerechnet 800 Franken bekam man eine Digitalkamera mit 0,3 Megapixeln und einer Festwertbrennweite von 47 mm. Immerhin besass diese Kamera einen optischen Sucher und ein 1,8 Zoll TFT-Display. Gespeichert wurden die Bilddaten auf einer CompactFlash-Speicherkarte. Über die serielle Schnittstelle konnte die Kamera mit dem Computer verbunden werden. Als Stromversorgung dienten herkömmliche AA Batterien. 1999 erschien die Yashica Kyocera Samurai 2100 DG für umgerechnet 1400 Franken. Sie besass eine Auflösung von 2,1 Megapixeln und war eine der ersten Bridgekameras mit einer Brennweite von 35 bis 140 mm. Besonderes Herausstellungsmerkmal war das seinerzeit neue 4-fach optische Zoom. Auch diese Kamera speicherte ihre Bilddaten auf einer CompactFlash-Speicherkarte. Für die Stromversorgung wurde ein Lithium-Ionen-Akku eingesetzt. Äusserlich hatte diese Kamera eher die Form eines Camcorders.

2007 wurde die Marke Yashica wiederbelebt. Mit der Yashica AV1400-HD wurde auf der Imaging Expo in Singapur eine kompakte Digitalkamera mit 14 Megapixeln vorgestellt. Der rückseitige Monitor hat eine Grösse von 2,5 Zoll. Gleichzeitig wurden zwei weitere Modelle, die EZ8032 mit 8,2 Megapixeln und die EZ8033 mit 7,2 Megapixeln vorgestellt. Hier beträgt die jeweilige Displaygrösse nun 3 Zoll und ist damit den aktuellen Massen angepasst worden. Eine Markteinführung in Europa ist jedoch nicht geplant gewesen. So ist zumindest diese legendäre Kameramarke noch nicht ganz vom Markt verschwunden.

Aktualisiert: 23.5.2013 03:16.