Produktinformation
- Darsteller: Axel Stein , Rick Kavanian , Eva Habermann
- Regisseur(e): Matthias Dinter
- Komponist: Ralf Wengenmayr
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Anzahl Disks: 1
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Warner Home Video - DVD
- Erscheinungstermin: 31. Oktober 2002
- Produktionsjahr: 2002
- Spieldauer: 80 Minuten
Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit
Feuer, Eis und Dosenbier hat der junge Regisseur Mathias Dinter seinen kleinen und sogar recht erfolgreichen Beitrag zum deutschen Comedy-Boom geleistet, der nach dem Fernsehen nun seit einiger Zeit auch das Kino erfasst hat. Wie die
Erkan-und-Stefan -Filme oder auch
Der Schuh des Manitu ist die Geschichte von Josch (Axel Stein) und Türlich (Rick Kavanian), zweier ständig bekiffter Zivildienst Leistender, denen nach ihren unzähligen Eskapaden die Einberufung zur Armee droht und die daraufhin ins österreichische Ski-Paradies Ischgl fliehen, eine Mischung aus Nummernrevue und Filmparodie. Der einzelne Gag ist Dinter in jedem Fall wichtiger als das Ganze, sodass man sich
Feuer, Eis und Dosenbier auch problemlos als Serie im Stil der Comedy-TV-Shows vorstellen könnte.
Mathias Dinter, der auch am Drehbuch mitgearbeitet hat, vermischt -- wie schon der Titel andeutet -- in seinem auf Spielfilmlänge ausgedehnten Comedy-Special hemmungslos die unterschiedlichsten Genres und Motive. Nichts ist dabei vor ihm und seinen parodistischen Ein- und Ausfällen sicher, die Geschichte von Heidi und ihrem Großvater, dem Alpöhi, genauso wenig wie die Bond-Filme mit ihren größenwahnsinnigen, nach der Weltherrschaft greifenden Bösewichten. So offenbart sich der von Herbert Fux gespielte Öhi hier als ein ziemlich widerlicher Greis, der die Menschen nur ausnutzt. Und der amerikanische Magnat Tronald Dump (Christoph M. Ohrt), der Ischgl in einen riesigen Fun-Park verwandeln will, ist ein noch lächerlicherer und unfähigerer Schurke als Austin Powers' Gegenspieler Dr. Evil.
In den Szenen mit Herbert Fux und Christoph M. Ohrt besitzt Feuer, Eis und Dosenbier sogar eine gewisse anarchische Kraft, die ihn letztlich davor bewahrt, ganz in den Untiefen infantiler Geschmacklosigkeiten zu versinken, wie sie die meisten Nummern von Josch und Türlich kennzeichnen. Doch Dinters eigentlicher Trumpf ist der begnadete Komiker Axel Stein, der es schon in Harte Jungs und dessen eher unangenehmer Fortsetzung Knallharte Jungs verstanden hat, selbst in den peinlichsten Situation noch ganz natürlich zu bleiben. Auch in der Rolle des eigentlich fast schon unsympathischen Möchtegern-Aufreißers Josch versprüht er noch einen solch entwaffnenden Charme, dass man sich mehrmals dabei ertappt, wie man über Gags lacht, die längst nicht mehr komisch sind. --Sascha Westphal