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Farbstifte

Das schweizerische Unternehmen Caran Dache wurde im Jahre 1924 durch Arnold Schweitzer gegründet. Die Wortfolge Caran Dache wurde zugleich von Emmanuel Poiré (1859 – 1909), einem Pariser Karikaturisten als Pseudonym verwendet – ebenfalls lautet die russische Vokabel für „Bleistift“ genau so (in russischer Schreibweise: карандаш).

Caran Dache ist in Thônex ansässig – man stellt Kugelschreiber, Farbstifte, Bleistifte her; dies nicht nur für den Schulbedarf, sondern auch für Künstler und für den gehobenen Bedarf. Es ist dies die einzige Firma in der Schweiz für Farbstifte und auch sonst für diese Branche. Niederlassungen bestehen allerdings in Dubai, Japan, den USA, Frankreich und Deutschland. Die Graphitminen stellt man aus naturreinem Rohstoff her – für Malkreiden sowie für Farbstifte nutzt man natürliche Bindemittel.

Bleistifte, Farbstifte und alle anderen Schreibmaterialien kann man auch in der Schweiz kaufen. Bleistifte sind nach englischen Härtebezeichnen international kategorisiert: Der Buchstabe „B“ steht für „Black“, „HB“ für „Hard Black“, „F“ für „Firm“ sowie „H“ für „Hard“. Wiederum unterteilt man die Stärke mit dem Kürzel „H“ in neun Grade ein (nämlich „H“ – „9 H“); ebenfalls „B“ („B“ – „9 B“). Die stärksten Stärkegrade werden von den einzelnen Herstellern willkürlich und leicht verschieden gewählt. Mittelharte Stärken nutzt man beim Technischen Zeichnen; weichere Stärken sind für den künstlerischen Gebrauch geeignet. Das einfache Schreiben nutzt optimalerweise die Stärkegrade zwischen „3 B“ und „H“. Bei demselben Kürzel „HB“ ist in Japan von einem weichen, in Europa von einem mittleren und in den USA von einem harten Stärkegrad die Rede.

Der so bezeichnete „Jumbo-Bleistift“ ist etwa dreimal so gross wie ein üblicher Bleistift. Ashrita Furman, ein US-Amerikaner, stellte am 27.08.2007 einen selbst angefertigten Bleistift mit 23,16 Metern Länge, 1,06 Metern Durchmesser, einem Gewicht von 10,2 Tonnen und einen 0,76 Meter langen Radiergummi in Queens, dem Stadtteil New Yorks, aus. Die ersten Bleistifte der modernen Welt fertigte man ab 1558 in Keswick (Nordengland) an; ab 1680 begann man in Deutschland, diese Stifte ebenfalls zu nutzen und ab 1726 sind ebenfalls aus der Gegend um Nürnberg Bleistiftmacher nachgewiesen. 1778 entdeckte Carl Wilhelm Scheele (1742 – 1786), dass die Bleistiftminen aus Kohlenstoffmaterial bestehen – dieses so neu klassifizierte Material nannte er „Graphit“ (vom griechischen Wort „graphein“ – „schreiben“).

Aktualisiert: 27.5.2012 05:48.