Es gibt wohl nicht viele Hobbys, die die Menschen seit jeher so stark in den Bann ziehen wie das Sammeln von Briefmarken. Dabei wirken die kleinen Wertzeichen eigentlich recht unscheinbar, wenn sie auf Postsachen geklebt durch die Welt reisen. Doch genau darin liegt auch ihr Reiz: Sie kommen nicht selten aus fernen Ländern, wurden mit Farbabweichungen gedruckt oder sind besonders alt. Kein Wunder also, dass solche Marken begehrt sind und auf den Sammlerbörsen hohe Preise erzielen.
Aber woran lässt sich grundsätzlich der Wert der Briefmarken erkennen? Einigen Sammlern ist diese Frage wichtig, immerhin möchten sie einen finanziellen Überblick über ihre lieb gewonnenen Stücke haben. Ebenso kann es im Versicherungsfall erforderlich sein, eine wirtschaftliche Aufstellung aller Marken zu geben. Hierfür ist es folglich notwendig, die aktuellen Preise zu kennen. Über sie kann ein Briefmarkenkatalog Auskunft geben.
Doch auch wer Briefmarken sammeln und dabei die vorhandenen Reihen vervollständigen will, benötigt zunächst einen Überblick darüber, welche Wertzeichen überhaupt dazugehören. Daraus lässt sich schnell erkennen, wo noch Lücken klaffen. Ebenso können über die Auflistungen in einem Briefmarkenkatalog schneller die seltenen Abweichungen gefunden werden, die dort oft mit Bild und knappem Text erläutert sind. Für den Sammler stellen solche Einführungen in die Materie eine wichtige Hilfe dar.
Ein Briefmarkenkatalog ist somit die Pflichtlektüre für all jene Personen, die Briefmarken sammeln, kaufen oder verkaufen wollen. Auf keiner Börse sollte er fehlen und vor dem Erwerb neuer Sammlerstücke wird er regelmässig zurate gezogen. Und das aus gutem Grund, denn wo die besonders seltenen Stücke gehandelt werden, da gelten spezielle Massnahmen zur Vorsorge. Denn Fälschern ist es leider möglich, die Briefmarken mittlerweile täuschend echt nachzuahmen.
Und das überrascht nicht, immerhin explodieren die Preise einiger Marken in den letzten Jahren geradezu. Nicht immer ahnt der Sammler, dass er eine derart wertvolle Geldanlage besitzt. Gerade bei Erbstücken wird der wahre Wert häufig verkannt. Auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass sich die teuerste Briefmarke der Welt darunter befindet. Bei ihr handelt es sich im Übrigen um den schwedischen Tre-Skilling-Banco-Fehldruck, der 1996 für 2,5 Millionen Franken in der Schweiz versteigert wurde. Wer also Briefmarken sammeln möchte, sollte immer auch deren Wert im Auge behalten.