Wir verkaufen im Auftrag ein Paar Piega P3 Lautsprecher, etwas für den Kenner!
NP 2780.--
Die Technik
Die in der Schweiz gefertigte Piega P 3 besitzt ein mit Bitumenplatten innenverkleidetes, schwergewichtiges Gehäuse. Die P 3 verfolgt das klassische Zweiwege-Prinzip. Ihr Stolz ist dabei zum einen der Piega-exklusive, hauseigen produzierte Folienhochtöner, zum andern ein neuer 18-Zentimeter-Tiefmitteltontreiber vom dänischen Chassishersteller Vifa: Dieser besitzt zwar eine extrem harte Papierfasermembran, weist allerdings nicht die bei solch steifen Membranwerkstoffen üblichen Resonanzaufbrüche im Mitteltonbereich auf. Möglich machte dies ein fünfeckig ausgeführter Anschnitt des Membranrandes, der stehende Wellen, wie sie durch Körperschallreflexionen im Bereich der Sicke entstehen, verhindert.
Daher kann der Folienhochtöner bei relativ "späten" 3500 Hertz übernehmen, was seine Belastbarkeit erhöht und die Verzerrungen reduziert. Die Frequenzweiche der P 3 ist dabei so ausgelegt, dass sich in Verbindung mit den Frequenzgängen der einzelnen Chassis akustisch ein Linkwitz-Riley-Filter 4. Ordnung mit einer Flankensteilheit von 24 Dezibel pro Oktave ergibt.
Der Klang
Als erste Kandidatin absolvierte die Piega P 3 den Hörtest. Nachdem ein kleines Missverständnis mit dem rückseitigen Basspegel-Umschalter geklärt war (Stellung "Normal" bedeutet bei ihr Tiefenabsenkung, während sich gerader Fequenzgang in der "Extended"-Position einstellt), präsentierte sich die P 3 als angenehm runder, ausgeschlafener Charakter. Jedoch bedurfte es einer etwas längeren Einspielzeit von etwa 24 Stunden, bis der Folienhochtöner seine leicht rätschige Charakteristik endgültig abgestreift hatte.
Hernach spielte die P 3 schön griffig-anspringend und gab sich auch im Tief- und Grundtonberich ordentlich füllig, was ihr selbst bei erstaunlich hohen Pegeln ohne "Schluckauf" gelang. Zwar zeichnete sich die Piega im Tiefbassbereich nicht durch rabenschwarze Erbarmungslosigkeit aus, doch vereinte sie fundiertes Klangvolumen mit einem frechen Präsenzkick, der ihrer Wiedergabe etwas anmachend Flottes verlieh.
Das Fazit
Die Piega P 3 eignet sich dank ihrer schaltbaren kräftigen Bassabsenkung auch für zum Wummern neigende Altbau-Räume. Denen mangelt es zudem meist an Präsenzdefinition. Auch dies kann die Piega durch ihren anspringenden Folienhochtöner ausgleichen.
NP: Fr. 2780.--
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