Auch wenn es heute nur noch schwer vorstellbar sein mag, es gab mal Zeiten, in denen Fernsehgeräte noch von Hand umgeschaltet werden mussten. Die ersten Fernbedienungen kamen etwa 1950 von den USA aus nach Europa. Sie waren zunächst noch relativ gross und unhandlich und konnten auch nur die Grösse des Fernsehbildes ändern. Dafür waren die ersten Modelle aber auch sehr übersichtlich und kamen mit etwa vier bis sechs Tasten aus. Natürlich musste eine solche Fernbedienung noch mittels eines Kabels am TV-Gerät angeschlossen werden, was umständlich und wegen des offenen Kabels im Zimmer auch nicht ganz ungefährlich war.
Der Grundgedanke der Fernbedienung war aber so revolutionär und verlockend, dass schnell andere Modelle entwickelt wurden. Kurz nach den ersten Fernbedienungen folgten bereits kabelgebundene Modelle, die das Wechseln der Sender ermöglichten. Weil aber das notwendige Kabel als ein grosser Nachteil angesehen wurde, erschien 1955 die erste drahtlose Variante in den Wohnzimmern, die ähnlich wie eine Taschenlampe mit einem gebündelten Lichtstrahl arbeitete. Hier konnten aber auch andere Lichtquellen wie die Sonne oder eine Zimmerlampe das Fernsehprogramm bestimmen, weshalb die Tüftler es nun mit Ultraschall versuchten. Dabei wurde ein kleiner Stock im Inneren der Fernbedienung durch kurzes Anschlagen in Schwingungen einer bestimmten Frequenz versetzt, die der Fernseher erkennen konnte.
In den 60-er Jahren hielt dann allmählich die Infrarottechnik Einzug. Gleichzeitig erlaubten es miniaturisierte Schaltungen, die Fernbedienungen immer kleiner zu bauen und mit mehr Funktionen auszustatten. Auch bei anderen Geräten wie der Stereo-Anlage oder dem (damaligen) VHS-Videorecorder gehörten solche Modelle von nun an zur Standardausrüstung. Inzwischen sind Fernbedienungen selbst in Armbanduhren, in Schlüsselanhängern oder an Handys zu finden.
Fernbedienungen der Firma Logitech
Hergestellt werden Fernbedienungen von zahlreichen Unternehmen der Unterhaltungsgeräteindustrie, andere Firmen produzieren Modelle ausschliesslich als Ersatzteile (bei Verlust oder Beschädigung) oder als Erweiterung (Universal-FB). Einer der grössten Hersteller ist die in der Schweiz ansässige Firma Logitech, die mit der Logitech Harmony gleich eine ganze Modellserie anbietet. Von einfachen Modellen wie der Logitech Harmony 525 bis zu hochwertigen Ausführungen wie der Logitech Harmony 1100 ist das Unternehmen Marktführer bei den lernfähigen Universal-FB. Beim Kaufen eines solchen Modells sind neben der Technik auch das Design und die Ausstattung (teilweise mit Display) ausschlaggebend.